
BoP Cast Podcast
Führung: Kultur statt Kontrolle
Warum die emotionale Intelligenz in der Führung entscheidend ist.
Führungsverantwortung endet nicht bei Gehalt und Aufgabenverteilung. Starke Unternehmensführung basiert auf emotionaler Intelligenz, die sowohl Selbst- als auch Beziehungsmanagement fordert.
Zusammenfassung
Ein erfolgreicher Geschäftsführer kennt die Herausforderungen des Führungsalltags: Ängste, Unsicherheiten und die Balance zwischen Pessimismus und Optimismus. Vanessa Daun und Harald Kiefer diskutieren, wie man durch emotionale Intelligenz eine positive Unternehmenskultur schafft. Sie betonen, dass es nicht die Pflicht der Führungskräfte ist, direkt zu motivieren, sondern Rahmenbedingungen zu schaffen, die Motivation ermöglichen. Die Hosts erläutern das Herzberg-Modell, das Arbeitsgehalt als Basis, aber nicht als Antriebsfaktor für Motivation beschreibt, und bieten Einblicke in das Management von Beziehungen im Unternehmenskontext. Der Umgang mit Gefühlen am Arbeitsplatz, wie es schon Daniel Goleman beschrieb, ist entscheidend: Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, Beziehungsmanagement und effektive Kommunikation sind essentielle Felder. Am Beispiel einer Führungskraft, die mit Sorgen ringt, wird deutlich, warum Führung nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Kunst ist. Für diejenigen, die mehr über das BOB Prinzip erfahren wollen, erklärt das Buch von Vanessa Daun die Grundzüge der emotionalen Intelligenz im Mittelstand. Erleben Sie, wie ein analytischer Umgang mit Emotionen die Produktivität steigern und die Unternehmensatmosphäre nachhaltig verbessern kann.
Wichtigste Punkte
- Geschäftsführer sollten nicht direkt motivieren, sondern Rahmenbedingungen schaffen, die Motivation erleichtern.
- Die Metapher von zwei Wölfen illustriert den inneren Kampf zwischen Optimismus und Pessimismus in Führungssituationen.
- Das Herzberg-Modell zeigt auf, dass Gehalt nur eine Basis ist und nicht der zentrale Motivationsfaktor.
- Selbstwahrnehmung und Selbstmanagement sind entscheidend, um Emotionen als Führungskraft zu steuern.
- Authentische und transparente Kommunikation ist in Zeiten der Unsicherheit besonders wichtig.
- Die emotionale Intelligenz umfasst vier zentrale Bereiche: Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, Beziehungsmanagement und Kommunikation.
- Konkrete Strategien können helfen, emotionale Explosionen im Arbeitsalltag zu verhindern.
- Motivationsaufbau im Team erfordert die Anerkennung der Eigenverantwortung aller Beteiligten.
Show Notes
Vanessa Down und Harald Kiefer widmen sich in dieser Episode den Herausforderungen moderner Führung, insbesondere der Balance zwischen Emotionen und Management. Sie beleuchten die Rolle der emotionalen Intelligenz und diskutieren, warum die Verantwortung eines Geschäftsführers nicht darin besteht, Mitarbeiter zu motivieren, sondern Rahmenbedingungen zu schaffen, die Motivation ermöglichen. Anhand von Metaphern und praxisnahen Beispielen wird aufgezeigt, wie die richtige Unternehmensführung Atmosphäre und Produktivität verbessern kann. Jetzt reinhören und erfahren, wie emotionale Intelligenz den Unterschied macht.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Geschäftsführer sollten nicht direkt motivieren, sondern Rahmenbedingungen schaffen, die Motivation erleichtern.
- Die Metapher von zwei Wölfen illustriert den inneren Kampf zwischen Optimismus und Pessimismus in Führungssituationen.
- Das Herzberg-Modell zeigt auf, dass Gehalt nur eine Basis ist und nicht der zentrale Motivationsfaktor.
- Selbstwahrnehmung und Selbstmanagement sind entscheidend, um Emotionen als Führungskraft zu steuern.
- Authentische und transparente Kommunikation ist in Zeiten der Unsicherheit besonders wichtig.
- Die emotionale Intelligenz umfasst vier zentrale Bereiche: Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, Beziehungsmanagement und Kommunikation.
- Konkrete Strategien können helfen, emotionale Explosionen im Arbeitsalltag zu verhindern.
- Motivationsaufbau im Team erfordert die Anerkennung der Eigenverantwortung aller Beteiligten.
Worüber wir sprechen
Zweifel und Sorgen eines Geschäftsführers
Ein Geschäftsführer teilt seine Bedenken, Mitarbeiter ungewollt mit seinen Sorgen zu belasten, was zu einer negativen Stimmung führt.
Indischer Freund als Metapher
Die Metapher der zwei Wölfe wird als Beispiel für den inneren Konflikt in Entscheidungssituationen verwendet.
Motivationsstrategien und das Herzberg-Modell
Es wird diskutiert, warum Gehalt nicht der einzige Motivationsfaktor ist und wie das Herzberg-Modell in der Praxis angewendet werden kann.
Emotionale Intelligenz nach Daniel Goleman
Daniel Golemans Konzept der emotionalen Intelligenz wird eingeführt und in praktische Führungssituationen übersetzt.
Ratschläge zur Konfliktvermeidung
Praktische Tipps, wie Führungskräfte kommunikativ und emotional mit Konfliktsituationen umgehen können.
Links & Ressourcen
- Daniel Goleman — Daniel Goleman ist ein US-amerikanischer Psychologe und Autor, der vor allem durch sein Bestseller-Buch „Emotionale Intelligenz“ (1995) bekannt wurde und den Begriff der emotionalen Intelligenz (EI) popularisierte. Seine Arbeiten zu EI, Führung und Achtsamkeit bilden die Grundlage für moderne Konzepte in der Unternehmensführung, wie Kultur statt Kontrolle.
- Sankt Gallener Institut — Die Universität St. Gallen (HSG) ist eine wissenschaftliche Institution, die spezialisierte Weiterbildungsprogramme in Führung und Management anbietet, darunter das St. Galler Programm für nachhaltige Führung, das Leistung, Verantwortung und persönliche Gesundheit verbindet. Das Institut ist bekannt für sein St. Galler Management-Konzept, das soziale Kompetenz und Führungspersönlichkeit als zentrale Elemente einer wirksamen Unternehmensführung betont.
Erwähnt in dieser Episode
- Vanessa Down (Person) — Co-Host und Autorin, Entwickler des BOB-Prinzips, diskutiert Führung und emotionale Intelligenz.
- Harald Kiefer (Person) — Co-Host und Organisationsprofi, bringt Führungserfahrung in die Diskussion um emotionale Intelligenz ein.
- Herzberg-Modell (Konzept) — Beschreibt Gehalt als Basis, nicht als Motivator; in der Episode als Grundlage für Diskussion zur Mitarbeitermotivation genutzt.
- Emotionale Intelligenz (Konzept) — Zentrales Thema der Episode, besprochen im Kontext von Selbst- und Beziehungsmanagement.
- Zwei Wölfe (Konzept) — Metapher für den inneren Konflikt zwischen Optimismus und Pessimismus in Führungssituationen.
Häufige Fragen
Warum ist emotionale Intelligenz in der Führung wichtig?
Was ist das Herzberg-Modell und wozu dient es?
Wie kann ich als Führungskraft Motivation in meinem Team fördern?
Welche Rolle spielt die Kommunikation in unsicheren Zeiten?
Wie vermeidet man emotionale Ausbrüche in stressigen Situationen?
Ressourcen & Links9
Person
- Vanessa DownPerson
Co-Host und Autorin, Entwickler des BOB-Prinzips, diskutiert Führung und emotionale Intelligenz.
- Harald KieferPerson
Co-Host und Organisationsprofi, bringt Führungserfahrung in die Diskussion um emotionale Intelligenz ein.
- Daniel GolemanPerson
Führend im Bereich emotionale Intelligenz; seine Arbeiten dienen als Grundlage für die Diskussion im Podcast.
Daniel Goleman ist ein US-amerikanischer Psychologe und Autor, der vor allem durch sein Bestseller-Buch „Emotionale Intelligenz“ (1995) bekannt wurde und den Begriff der emotionalen Intelligenz (EI) popularisierte. Seine Arbeiten zu EI, Führung und Achtsamkeit bilden die Grundlage für moderne Konzepte in der Unternehmensführung, wie Kultur statt Kontrolle.
WebseiteDaniel Goleman ist ein US-amerikanischer Psychologe und Autor, der vor allem durch sein Bestseller-Buch „Emotionale Intelligenz“ (1995) bekannt wurde und den Begriff der emotionalen Intelligenz (EI) popularisierte. Seine Arbeiten zu EI, Führung und Achtsamkeit bilden die Grundlage für moderne Konzepte in der Unternehmensführung, wie Kultur statt Kontrolle.
Konzept
- Herzberg-ModellKonzept
Beschreibt Gehalt als Basis, nicht als Motivator; in der Episode als Grundlage für Diskussion zur Mitarbeitermotivation genutzt.
- Emotionale IntelligenzKonzept
Zentrales Thema der Episode, besprochen im Kontext von Selbst- und Beziehungsmanagement.
- Zwei WölfeKonzept
Metapher für den inneren Konflikt zwischen Optimismus und Pessimismus in Führungssituationen.
Event
- Sankt Gallener InstitutEvent
Wissenschaftliche Autorität, deren Führungsmodell die Kultur als zentrale Führungskomponente sieht.
Die Universität St. Gallen (HSG) ist eine wissenschaftliche Institution, die spezialisierte Weiterbildungsprogramme in Führung und Management anbietet, darunter das St. Galler Programm für nachhaltige Führung, das Leistung, Verantwortung und persönliche Gesundheit verbindet. Das Institut ist bekannt für sein St. Galler Management-Konzept, das soziale Kompetenz und Führungspersönlichkeit als zentrale Elemente einer wirksamen Unternehmensführung betont.
WebseiteDie Universität St. Gallen (HSG) ist eine wissenschaftliche Institution, die spezialisierte Weiterbildungsprogramme in Führung und Management anbietet, darunter das St. Galler Programm für nachhaltige Führung, das Leistung, Verantwortung und persönliche Gesundheit verbindet. Das Institut ist bekannt für sein St. Galler Management-Konzept, das soziale Kompetenz und Führungspersönlichkeit als zentrale Elemente einer wirksamen Unternehmensführung betont.
Transkript252 Segmente
Speaker 0
Hallo und herzlich willkommen zum BOBcast, dein Podcast für alle, die den Mittelstand mutig gestalten. Und hier sind eure Hosts, Vanessa Daun, Autorin, Unternehmensentwicklerin
Speaker 0
und Visionärin hinter dem BOB Prinzip und Harald Kiefer, Organisationsprofi mit jahrzehnteleiner Führungserfahrung. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören.
Speaker 1
Ja, hallo. Da sind wir wieder tatsächlich alle 2 Wochen, ich und der Harald hier in unserem kleinen Studio. Harald bringt mir aus seiner
Speaker 1
Arbeitswoche ein Thema mit, etwas, das ihm ganz besonders bewegt oder ihm ganz besonders aufgefallen ist und ich freue mich auf das Thema,
Speaker 1
aber vorweg, Harald, wie war deine Woche?
Speaker 2
Die Woche war interessant. Die Woche war auch gut. Die Woche ist gut ausgegangen und man freut sich schon auf die nächste Woche. Ich mich auch.
Speaker 1
Das ist gut.
Speaker 2
Ja, also alles gut.
Speaker 1
Ja, was hast Du mir fürn Thema mitgebracht? Hast Du mir
Speaker 2
'n Thema mitgebracht? Ich hab dir 'n Thema mitgebracht. Ja. Ich hab dir Sorgen 1 Geschäftsführers mitgebracht, Ah. Der angesichts einiger Herausforderungen sich Sorgen macht. Ja.
Speaker 2
Der ehrlich ist und sagt, das wird anspruchsvoll, was wir da vor uns haben. Mhm. Aber die größten Sorgen macht ihm, dass er offensichtlich seinen Mitarbeitenden diese
Speaker 2
sorgenvolle eigene innere Einstellung vermittelt Ja. Und dass er Angst hat, sie runterzuziehen, wobei er eigentlich das Gegenteil jetzt gebrauchen könnte.
Speaker 1
Mhm. Und auch seine Mitarbeitenden, richtig?
Speaker 2
Und
Speaker 1
seine Mitarbeitenden, natürlich. Ja. Tatsächlich 'n bisschen eine Situation, die ich aktuell häufiger beobachte.
Speaker 1
Mag auch 'n bisschen an den Zeiten liegen. Mir fällt dazu natürlich eine mini mini mini Geschichte ein
Speaker 1
dieses Mal.
Speaker 2
2 2
Speaker 1
Indianer, die am Feuer sitzen, ein älterer Indianer und ein junger Krieger und der ältere Indianer sagt, manchmal, da
Speaker 1
fühle ich mich, als hätte ich 2 Wölfe, die in meiner Brust kämpfen. Der eine Wolf ist pessimistisch, zerstörerisch
Speaker 1
und der andere Wolf ist voller Optimismus und die kämpfen beständig gegeneinander und dann sagt der junge Krieger
Speaker 2
und
Speaker 1
welcher Wolf gewinnt? Sagt der Alte, den, den ich verdauen.
Speaker 2
Ja, ja, das Ich finde, das klingt klingt klasse. Es ist natürlich schön, man hat selbst offensichtlich in der Hand. Man man man kann was dafür
Speaker 2
tun. Ja. Der alte Indianer hat jetzt nicht gesagt, für welchen Wallfeld sich entscheidet, aber nach dem, was wir hier besprechen, klingt's nach dem optimistischen Zuversichtlichen, den wir
Speaker 2
füttern wollen.
Speaker 1
Wer weiß es schon?
Speaker 2
Ja, das ist für meine Führungskraft, von der ich jetzt investiert habe, wichtig. Mich erinnert's an den Direktor, den ich mal hatte, den ich nicht ermahnt, das macht man ja nicht mit
Speaker 2
seinem Direktor, aber den ich, sagen wir mal, behutsam darum gebeten habe, etwas mehr Optimismus und Motivation für die Mitarbeiter einzubringen. Und der mir sagte,
Speaker 2
wieso soll ich denn die motivieren? Die bekommen doch jeden Monat Geld auf ihr Konto. Und daraus kommt für mich die Frage, ist das eine Führungsaufgabe? Mhm.
Speaker 1
Also das Geld aufs Konto zu schicken ist eine Führungsaufgabe, aber tatsächlich auch Ja, also ich find's spannend.
Speaker 1
Ich würde auf 2 Ebenen antworten wollen. Zum einen ist es eine Führungsaufgabe in dem Sinne, dass ich 'n
Speaker 1
Miteinander und auch ein eine Stimmung, ich nenn's lieber Kultur, das ist ja mehr so unser Bereich, ja, eine eine Unternehmenskultur
Speaker 1
führe, also Und das heißt automatisch ja, dazu muss ich auch meine Emotionen und mein meine Botschaften führen. Und die
Speaker 1
andere Ebene ist, die kommt aus 'nem aus 'nem anderen Erfahrungsbereich, den ich hab. Ich bin früher öfter mal gefragt worden, das fällt mir jetzt grade ein, als es
Speaker 1
als wir so Motivation als Führungskraft als Thema hatten in verschiedenen Trainings, da war ich damals noch als Trainerin unterwegs. Da war eine wichtige
Speaker 1
Frage, muss ich denn hab ich denn die Verantwortung, die anderen zu motivieren, ja? Die würde ich erst kurz vorwegnehmen und dann komme ich auf die Kernfrage zurück.
Speaker 1
Nee, hab ich nicht. Also ich habe nicht die Verantwortung, weil ich kann es gar nicht, andere Menschen zu motivieren.
Speaker 2
Mhm.
Speaker 1
Aber ich habe die Verantwortung, alles mir Mögliche zu tun, damit Motivation bei den anderen möglich ist. So. Okay. Und das ist 'n ganz wichtiger Unterschied, denn wenn ich
Speaker 1
sage, ich bin Führungskraft oder Geschäftsführer, Geführerin, das ist mir jetzt grade egal, ja? Und ich sage, ich habe die Verantwortung, die anderen zu motivieren,
Speaker 1
wo kommt dann akere ich mit großer Wahrscheinlichkeit und nehme aber auch in der anderen, in der Umkehr jedes gegensätzliche Verhalten
Speaker 1
persönlich, ja? Mhm. So. Und das zu trennen, nein, die Verantwortung, also die Verantwortung andere zu motivieren, hat eine Führungskraft nicht, auch
Speaker 1
jemand anders. Dennoch als Führungskraft, ich habe die Verantwortung, ja, alles zu tun, damit eine Motivation meiner
Speaker 1
Mitarbeitenden möglich ist. Und dann hast Du gesagt, deine Führungskraft, Entschuldigung, wenn ich grad in der in der Kette rede, ich lass gleich durch, dann hast Du gesagt, deine Führungskraft hat so gesagt, ja,
Speaker 1
ich, die kriegen doch jeden Monat Geld von mir. Da würde ich auch nicht reingehen wollen jetzt in der Tiefe, aber es gibt das sogenannte Herzberg Modell. Mhm. Das ist 'n Modell, das
Speaker 1
das beschreibt, was Menschen und Mitarbeitende brauchen, motiviert zu sein. Und da ist tatsächlich Gehalt, ja, eine Basis. Das ist eine
Speaker 1
Grundvereinbarung, die ihre Mitarbeitenden mit ihnen geschlossen haben. Da reden wir noch nicht von Kultur führen, da reden wir noch nicht von alles möglich machen, dass jemand motiviert sein kann, da reden wir
Speaker 1
von einem Vertrag. Du kommst zu mir, gibst mir deine Arbeitskraft, dein Wissen, dein Fachwissen, deine Expertise und ich gebe dir im Tausch dafür
Speaker 1
Geld. So, da haben wir noch lange nicht von Emotionen und und Motivation gesprochen. Und jetzt komm ich zu der Kernfrage.
Speaker 2
Okay.
Speaker 1
Und dann lass ich mal los, dass Du auch was sagen kannst. Die Kernfrage ist ja, ist das überhaupt eine Führungsaufgabe? Ja, definitiv und ich sage
Speaker 1
das mit 1 ganz klaren Überzeugung, zumal nicht nur ich das behaupte, sondern auch so ganz, ganz wirklich
Speaker 1
renommierte wissenschaftliche, renommierte Hochschulen für Management, das Sankt Gallener Institut und jetzt sagen, die sagen, die haben ein Führungsmodell, da ist
Speaker 1
Inbegriffen, das meine Führungsaufgabe ist, die Kultur und damit Kultur ist ja, entsteht ja im Miteinander, ja? Mhm. Und damit das Miteinander im Unternehmen zu
Speaker 1
führen. Und wenn ich jetzt als Führungskraft aus guten, guten Gründen mit Sicherheit, ja, Sorge habe, wenn ich Nöte habe, dann gilt es
Speaker 1
auf jeden Fall zu überlegen, wie gebe ich die weiter? Nicht, was davon gebe ich weiter, sondern wie gebe ich das weiter,
Speaker 2
Ja, ich hab noch einen Gedanken, den ich nicht verlieren darf. Ja. Die diese Unterscheidung, die die ich sehr interessant finde, die ich so auch noch nie bedacht habe. Ich habe als Führungskraft nicht die
Speaker 2
Verantwortung für die Motivation der Mitarbeiter, sondern ich habe die Verantwortung dafür, wenn ich's richtig zusammenfasse, dass ich Bedingungen schaffe, in denen Motivation
Speaker 2
entstehen kann.
Speaker 1
Wunderbar.
Speaker 2
Und das bedeutet auch, die Mitarbeiter sind selbst in der Verantwortung, auch sich ihre Motivation zu kümmern. Denn das ist natürlich auch was, wo's oft in die
Speaker 2
andere Richtung kippt. Wenn die Klage allgemein ist, die Führungskräfte, die bringen's ja nicht auf die Reihe, die sind dafür für verantwortlich, die haben's gefälligst hinzukriegen. Dann verliert man aus den Augen, dass es eine
Speaker 2
Beziehung gibt zwischen Führungskräften und Mitarbeitern und eine Beziehung funktioniert nur auf Augenhöhe gleichwertig, also hat jeder dieselben Pflichten, also auch die Pflicht zur Motivation.
Speaker 2
Vielleicht heißt das sogar, dass die Mitarbeiter manchmal auch ihre Führungskraft motivieren sollten. Mhm. Ja Ja.
Speaker 1
Genau, also und
Speaker 2
Aber das finde ich, finde ich klasse. Diese Unterscheidung macht diesen Punkt auch keinen.
Speaker 1
Ja. Und ich liebe das, dass Du das in so gut Also, Du hast es wieder in sonen schlanken Satz gepackt. Das entschät ich so, wenn wir uns miteinander unterhalten.
Speaker 1
Und dann sind wir im Kernprinzip von Bob, ja? Und auch im Kernprinzip von systemischer Unternehmensentwicklung oder, ne? Wenn wir systemisch
Speaker 1
aufn wenn wir systemisch aufn System gucken, ja, genau, dann sind Unternehmen Orte der Beziehungen, ja, also des Verhaltens
Speaker 1
miteinander, ne. Und und so gucken wir ja auch drauf und genau da geht's hin. Wir haben eine Beziehung miteinander, das heißt, die
Speaker 1
Verantwortung ist auf jeden Fall auf beiden Seiten, ne?
Speaker 2
Was man jetzt schon sehr deutlich merkt, ist, es ist komplex. Mhm. Es hat viele Ebenen und es nutzt, glaube ich, wenn man es sortiert kriegt. Mhm. Und in dem
Speaker 2
in eurem schönen Buch, dem Bob Prinzip, Mhm. Habt ihr euch mit der emotionalen Intelligenz beschäftigt und ihr habt's 'n bisschen sortiert.
Speaker 1
Ach, findest Du?
Speaker 2
Ja, fände ich.
Speaker 1
Oh, das ist schön. Das hilft.
Speaker 2
Also man man man kann die verschiedenen Ebenen auseinanderhalten.
Speaker 1
Ja, öfter, öfter, mhm, öfter wird tatsächlich gefragt Also Nummer 1 war die Frage tatsächlich, als ich das Buch geschrieben habe,
Speaker 1
ist das 'n, also ist das ein Kapitel wert? Ist das tatsächlich ein Thema? Weil wir sagen ja, für alle, die Mittelstand mutig gestalten, warum muss ich mich jetzt mit emotionaler
Speaker 1
Intelligenz beschäftigen, ja? Sag ich gleich was tun. Und das, was auf jeden Fall hilft, das weiß ich auch noch aus der Vergangenheit, ist, dass ich überhaupt mal, damit es nicht so komplex
Speaker 1
ist, ja? Ich erinner mich so an 'n paar Stimmen aus meinen Kunden heraus, die haben gesagt, wir brauchen's irgendwie einfach, damit wir's mal verstehen können.
Speaker 2
Das kann ich auch verstehen.
Speaker 1
Ja. Wir
Speaker 2
haben ja andere Dinge zu tun.
Speaker 1
Total, ja, ja, genau. Also, wenn ich die Methode oder das Konzept von emotionale Intelligenz mal in, so wie's mir leicht fällt, einfach übersetze,
Speaker 1
dann geht es da drum, mit Gefühlen, die es gibt im Arbeitsalltag, wir gehen ja nicht einfach als entleerte Hüllenmensch
Speaker 1
auf unserer Arbeit, wir nehmen uns ja ständig mit, ja, dass wir mit Gefühl intelligent umgehen. Das heißt, dass wir mit dem, was da ist, gut sortiert
Speaker 1
schauen, wo gehört es hin, wem gehört es und wer hat welche Aufgabe dadrin? Und da sind wir im Kernthema. Und ich glaube, was Du sortiert meinst, ist
Speaker 1
dieses Modell, was heißt 'n das jetzt überhaupt, ne? Also es ist ja meine Übersetzung in einem, ich hoffe einem Satz. Und wenn wir drauf gucken, dann hat mir
Speaker 1
früher geholfen, bevor ich mir das Thema so ganz nahe geholt habe, hat mir früher geholfen, Daniel Goldman ist ja der Mensch, der mit dem Thema im
Speaker 1
berühmt geworden ist. Das Thema gibt's schon sehr lange, genauso lange wie's unsere Gefühle gibt, ja. Da hat mir geholfen, er hat am Anfang, bevor
Speaker 1
er angefangen hat mit dem ersten Buch, hat er, glaube ich, sone Vierersortierung genommen. Und da hat er gesagt, wenn wir drauf gucken, wenn wir da
Speaker 1
und für uns prüfen wollen, wie sind wir da schon aufgestellt, wie emotional und intelligent sind wir und wo haben wir 'n Lernfeld, ja? Mhm.
Speaker 2
Dann hat
Speaker 1
er 4 Felder benannt. Einmal ist das das Feld der Selbstwahrnehmung.
Speaker 2
Mhm.
Speaker 1
Wie gut nehm ich schon wahr, was, dass ich Gefühle habe? Klingt jetzt 'n bisschen provokant, aber auch das Ja. Geht manchmal Menschen verloren.
Speaker 1
Und wie gut heißt, kann ich sie sogar vielleicht sogar schon benennen? Kann ich entdecken, wo entstehen welche Gefühle? Jetzt noch mal zu dem, was Du mir
Speaker 1
aus der Woche mitgenommen hast oder mitgebracht hast, Da ist ja eine Führungskraft, die hat schon entdeckt, dass es ihr schwerfällt, ja? Das das ist schon mal 'n erster Schritt und wertvoller Schritt. Zweites
Speaker 1
Feld, das er aufmacht, also Selbstwahrnehmung. Das zweite Feld ist dann Selbstmanagement. Manche übersetzen es auch mit Selbststeuerung. Ich mag Management selber lieber.
Speaker 2
Mhm.
Speaker 1
Was mach ich jetzt mit den Gefühlen? Die Gefühle sind da. Was mach ich mit denen und wo wie manage ich sie? Also, ne. Ne. Klare Führungsaufgabe
Speaker 1
by the way, genau. Und dann hat er das das nächste Feld hat er Beziehungsmanagement. Er hat sogar mal Motivation
Speaker 1
als Hat das früher benannt und dann wurde es in Beziehungsmanagement umbenannt. Heute nennt sich das noch mal anders. Also die Beziehung zueinander und wie
Speaker 1
gestalte ich sie? Mhm. Das ist der Moment, wo deine Führungskraft jetzt schon überlegen sollte, was von diesen Gefühlen gehört zu meinen Mitarbeitenden? Ich
Speaker 1
rede nicht davon, dass eine Führungskraft sagt, Mensch, es ist grade haarig, ja? Oder wir haben grad eine eine eine haarige Zeit oder ne? Und das fällt uns grad schwer.
Speaker 1
Alle da draußen können das jetzt übersetzen mit dem, wie's wie's bei Ihnen grade ist. Ja, ja. Sondern es geht da drum, zu sagen, den emotionalen Teil,
Speaker 1
der da mitkommt, welcher gehört denn zu meinen Mitarbeitenden und welcher ist eigentlich meiner, ja? So und dann letztes Feld und dann lass ich noch mal auf, ist Kommunikation und das ist
Speaker 1
wichtig. Wir haben eine Möglichkeit, miteinander in Verständigung zu bringen in der Regel und das ist unsere Sprache, also Kommunikation. Ne. Alles, was wir damit machen, haben
Speaker 1
wir mit Sicherheit noch 'n Podcast zu. Ja. Und das sind die Felder, die Ursprungsfelder, wenn ich bei den Vieren bleiben in der Sortierung, wie man
Speaker 1
emotionale Intelligenz Was gehört denn da rein in den Pott, sage ich immer. Ja.
Speaker 2
Ja, ich glaub, emotionale Intelligenz ist auch 'n Wort, das mich eher erst mal verschreckt, wo ich denke, ja, es ist so Also, ich kann auf Anhieb
Speaker 2
nicht so furchtbar viel damit anfangen, aber so wie Du es gerade auseinandergelegt hast, kann ich dann zusortieren. Also zum Beispiel ein Gedanke, der mir sehr sehr wichtig ist an der Stelle, ich hab als Führungsaufgabe
Speaker 2
schon identifiziert für mich, meinen Mitarbeitern Zuversicht zu geben, was wir hier jetzt in dem Beispiel als Optimismus hatten. Aber ich hab auch gemerkt, dass diese Zuversicht
Speaker 2
Substanz haben muss, glaubwürdig sein muss und das hat mit der Beziehungsebene
Speaker 1
zu tun.
Speaker 2
Ich muss die anderen anerkennen als gleichwertigen Ansprechpartner, auch wenn ich jetzt formal der Chef bin und sie ein, 2 Stufen unter mir
Speaker 2
sind, was ja auch ganz merkwürdige Kategorien sind. Wir haben ja vor allen Dingen verschiedene Aufgaben und und die anderen auch anzuerkennen, heißt
Speaker 2
das auch, dass sie einen Anspruch darauf haben, dass ich ehrlich zu ihnen bin. Also, optimistisch heißt nicht, sich die Welt schönreden und Dinge zu sagen, wo alle schon
Speaker 2
abwinken und sagen, was der wieder erzählt, das stimmt doch überhaupt
Speaker 1
nicht.
Speaker 2
Also ich muss schon die die volle Urteilsfähigkeit meines Gegenübers respektieren und dem auch gerecht werden an der Stelle. Und das ist auf der Beziehungsebene, finde ich, das
Speaker 2
würde ich wunderschön in in einem Punkt, ich weiß jetzt nicht, das war der dritte oder der dritte, wenn ich das reinsortieren kann.
Speaker 1
Ja, also auch da machen sich wieder einige Flächen auf, aber eine will ich greifen. Du hast gesagt, dann dann muss ich das machen. Ja, es ist Führungsaufgabe. Und
Speaker 1
für die, die bisher noch gedacht hätten, ich hoffe, das sind nicht mehr so viele, ja, das ist doch irgendwas, hat doch was mit Soft Skills zu tun oder so, ne. Das hab ich da auch son bisschen
Speaker 1
nicht von dir
Speaker 2
Ja, ja, alles schön.
Speaker 1
Ja, genau. Ja, es ist in dem Bereich der sogenannten Soft Skills, dass ich zu arbeiten habe, etwas, dass es was zu tun gibt. Tatsächlich hat es aber auch ganz
Speaker 1
harte, mal diese Dualität zu bedienen, ganz harte Auswirkungen, denn wir können es messen, ja, dass wenn eine, also wir können nicht
Speaker 1
messen, ich möchte das auch nicht unbedingt, ja, wenn eine Führungskraft nicht mit sich und den Gefühlen umgehen kann, dann sinkt die
Speaker 1
Leistung aller.
Speaker 2
Ja.
Speaker 1
Ja? Denn was wir nicht übersehen dürfen, ist, wir haben dieses sogenannte, also ne, wir haben exempel hab ich grade. Also wir haben diese dieses Vorbildfunktion
Speaker 1
und das heißt nicht nur, ich muss als Vorbild vorangehen, das heißt es auch. Es heißt aber auch, ich habe ein viel größere Echowirkung auf die anderen,
Speaker 1
ne. Und in Zeiten von Unsicherheit, da brauchen wir uns gar nix vorzumachen, werden sich Menschen an den Führungskräften orientieren wollen, weil sie wollen wissen, wie
Speaker 1
gehen wir denn jetzt damit Geh doch mal in Führung. Und das tun zu können Ja. Auf eine gute Art und Weise die Mitarbeitenden auch die Kraft
Speaker 1
erhält oder möglich macht, darf ich erst mal selber mit mir in Führung gehen, ja? Also für mich ganz klare Führungsaufgabe, kommt mit
Speaker 1
dazu, ist mindestens gleich wert, ist aber ganz besonders wert in Phasen der Veränderung, Transformation, in Phasen der Unsicherheiten, Disruption,
Speaker 1
ne? In all diesen Phasen, wenn es weg vom Normalen, sag ich jetzt mal, oder weg vom früher Normalen geht,
Speaker 1
seid euch bewusst, liebe Führungskräfte, wird ein orientierender Blick, ein zu euch gehen und so wie ihr euch verhaltet,
Speaker 1
das sendet Botschaften.
Speaker 2
Ja. Ja. Und da kommen wir dann wieder zum Thema emotionale Intelligenz, wo man das wunderbar anwenden kann. Emotionale Intelligenz heißt an der Stelle dann auch, dass ich die
Speaker 2
Gefühlsebene irgendwie managen muss. Das ist ja nicht Also, das unterstellt ja nicht, ich muss immer fröhlich sein und gut gelaunt
Speaker 2
sein. Es geht darum, dass ich die mir zugestandenen Gefühle, die mir ja alle zugestehen, dass ich die manage, dass ich sie in irgendeiner Weise
Speaker 2
so benenne und in den Prozess einbringe, dass sie vielleicht sogar konstruktiv sein können, Ja. Aber zumindest ihre destruktive Wirkung weg ist.
Speaker 1
Harald, ich will unbedingt, merke ich gerade, ich möchte unbedingt zu dem Thema noch mal einen Podcast machen, denn wir haben's hier auch was Das klingt schon son bisschen
Speaker 1
an, ne, diese Frage in so Phasen der Verunsicherung, in so Phasen von Veränderung, wie auch immer ihr oder sie das da draußen nennt,
Speaker 1
Change, Veränderung, Transformation. Ich bin in Führung, wie kommunizier ich denn?
Speaker 2
Mhm.
Speaker 1
Ne. Also das ist eine Frage, die ganz viele umtreibt. Das ist aber eine Frage für 'n, würd ich gerne eine eigene Folge widmen. Harald?
Speaker 1
Ja. Haben wir denn ein Frag Doktor Bock, Freunde?
Speaker 2
Ja, ja, ja. Da hab ich ja auch grade gedacht. Ah ja. Das hat nämlich genau damit zu tun. Aha. Wir haben eine Anfrage bekommen Ja. Von Thomas B, Name
Speaker 2
geändert. Thomas wird trotzdem wissen, dass es ihn geht. Der hat nämlich genau dieses Managementproblem mit seinen Gefühlen.
Speaker 2
Er hat geschrieben, ich explodiere in der denkbar ungeeignetsten Situation und das macht mir Sorgen.
Speaker 1
Okay, ja, dann machen wir doch einen. Frag Doktor Bob. Thomas P. P.
Speaker 1
Gut.
Speaker 2
Stimmt stimmt beides nicht. Ist beides.
Speaker 1
Alles klar. Und Thomas D verführt mich zu anderen Dingen. Genau. Also Thomas P, er explodiert an den undenkbar ungünstigsten
Speaker 2
Stellen. Ich stell
Speaker 1
mir noch mal gucken, Ja.
Speaker 2
Genau. Wie hat
Speaker 1
das formuliert? Genau.
Speaker 2
Ja, haben wir ihn An den ungünstigsten Stellen. Okay. Was kann ich tun?
Speaker 1
Okay.
Speaker 2
Jetzt müssen wir natürlich fantasieren, was die ungünstigsten Stellen sind, aber im Zusammenhang mit unserem Thema haben wir ja schon eine schon 'n Verdacht, worum's geht.
Speaker 1
Ja, also ungünstig wär für mich, weiß nicht, Harald, ob dir noch was anderes einfällt, es sind andere drumrum, Mitarbeitende. Mit anderen. Ja, genauso, dass andere das mit
Speaker 1
Darum gehe ich aus, ja. Oder in Kontakt mit Kunden, wir wissen's nicht, ne? Genau. Also in allen allen beiden Fällen geht's ja da drum, die Beziehung so gut und konstruktiv wie möglich zu halten
Speaker 1
und die Energie der Beziehung hauptsächlich positiv zu haben, oder? So würde ich's mal Okay. Er explodiert. Explodieren ist spannend,
Speaker 1
wenn ich einfach nur die Worte nehme, die er wählt und auch die Kürze des Satzes, weil ich hab gesehen, das steht auch gar nicht mehr, ne? Ja.
Speaker 2
Das war's.
Speaker 1
Die Kürze der Frage. Dann Explosion ist ja 'n Moment, wo quasi ein Druck sich Luft macht. Ja. Ne,
Speaker 1
aber dann eben unkontrolliert gefühlt.
Speaker 2
Wirkung entfaltet, ja.
Speaker 1
Wirkung, genau, unkontrolliert, Wirkung entfaltet. So ist es, genau. Und die Frage ist ganz konkret, Entschuldigung, ich ich komm sofort auf die Antwort. Ich sortiere grade noch. Die
Speaker 1
Frage ist ganz konkret, was kann ich tun? Ja, also wir sind mitten im Thema emotionale Intelligenz. Wir sind mitten im Thema 4 Felder, falls Sie jetzt
Speaker 1
erst quasi reingeklickt haben. Hören Sie sich gern noch mal vorne an, wo als ich über die Beschreibung der Felder gesprochen habe.
Speaker 1
Wir sind im ersten Schritt total hilfreich, im ersten Schritt total hilfreich und das bringt mich auch dazu Was hab ich
Speaker 1
jetzt eigentlich davon, wenn ich mich emotional intelligent trainiere? Mhm. Ja, solchen Situationen kann ich Abhilfe schaffen. Ich kann Erleichterung finden, ohne explodieren zu
Speaker 1
müssen. Im ersten Augenblick geht es da drum, selbst wahrzunehmen. Klingt 'n bisschen esoterisch, ich versuch's mal 'n bisschen pragmatischer. Also
Speaker 1
die Situationen, in denen er explodiert, sind ungünstig, das heißt, er kann sie benennen. Ja, zumindest er weiß, ne, sie waren ungünstig, aber er erinnert sich
Speaker 1
an die Situation. Meine meine Idee dazu ist, ich hatte es in 'nem anderen Podcast schon mal, da hab ich Stefanie Stahl zitiert, Etappen und Umschalten. Ich wär erst mal bei Etappen
Speaker 1
Forschungsreise. Wenn Sie sich oder sobald Sie sich an alle Situationen erinnern, in denen Sie mit Ihren Worten ungünstig explodiert sind, machen
Speaker 1
Sie mal sone Mini Bestandsaufnahme, da müssen wir gar nicht lange für brauchen, aber so mindestens 5 bis 7 Situationen wären hilfreich.
Speaker 2
Mhm.
Speaker 1
Und dann schauen Sie mal, können Sie Schnittmengen finden? Gibt es zum Beispiel vielleicht ein Verhalten, das in den Situationen immer gleich war? Oder gibt es zum Beispiel
Speaker 1
einen Gedanken, den Sie in den Situationen immer wieder hatten? Oder gibt es Umstände, es noch mal noch mal mehr im Außen zu verorten, die vielleicht in
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den Situationen immer gleich waren? Wenn Sie jetzt sagen, nee, nee, nee, nee, das waren immer andere Arbeitssituationen, immer andere Menschen mit dabei, ja, und es waren auch
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andere Themen, dann gucken Sie doch mal auf die Gefühlsebene. Gab's, wenn Sie innen drin der Situation einen Namen geben
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würden, das hilft manchmal, ja? Wenn Sie die Situation betiteln würden wie mit soner Überschrift, ja, wie würden Sie diese Situation einzeln betiteln, Ne, deswegen 7, dann haben wir mal
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sone Und dann gucken Sie mal dadrin, gibt es ein gleiches Gefühl? So. Und so können Sie sich 'n bisschen auf die Forschungsreise begeben. Das ist wie sone
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Analyse, ja, der der eigenen wie sone Bestandsaufnahme der eigenen Situationslandschaft, so. Das klingt theoretisch,
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ist es im ersten Augenblick, aber unterschätzen Sie nicht, dass Sie sicher mit emotionalen Situationen Sie gucken rational auf emotionale Situationen, das wird Ihnen an der
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Stelle schon den ersten Schritt helfen. Sie werden beginnen Stück für Stück die Situation, die schon da waren und die Situation, die kommen, einordnen zu können.
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Erstes erstes Gefühl der Erleichterung kann ich Ihnen jetzt erst mal nur so sagen, ja? Je mehr Sie das tun an der Stelle, je mehr Sie da forschen, desto mehr wird es
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Ihnen auch leichter fallen, sich anders zu verhalten. So, jetzt nehmen wir mal an, Sie haben diesen Schritt gemacht. Ich würd das mal, bis Sie so 7 Situationen
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haben, gerne auch 12, so, den Schritt. Was können Sie noch tun? Es geht ja tatsächlich und jetzt komm ich noch mal auf,
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er explodiert an den ungeeigneten Stellen, einen Druckabbau aber unkontrolliert, so.
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Es geht Reiz und Reaktion. Es gibt son, Frankl ist es. Frankl, Viktor Frankl hat gesagt, zwischen Reiz und Reaktion liegt der Ort
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der Wahl oder der Ort der Freiheit. So so ist es. Du zitierst das dann später noch mal ganz genau, genau. Es geht also tatsächlich da drum, dass Sie,
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lieber Thomas P, dass Sie, Aktuell ist es so, der Reiz kommt, Sie können gar nicht verorten, was ist es fürn Reiz, wo kommt der her? Das
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machen Sie ja jetzt Ab ab sofort fällt Ihnen das ja immer leichter und der Reiz kommt und die Explosion ist direkt danach. Das heißt, Sie haben wenig Möglichkeiten
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bisher, sich anders zu entscheiden anstatt, ne, so. Und was wir möchten oder was ich Ihnen wünsche, ist, dass Sie Raum zwischen Reiz
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und Reaktion bekommen, sodass Sie dazwischen den Raum der Wahl vergrößern, so. Sie hat das rein theoretisch. Was bedeutet das für Sie? Nummer 1, Selbstwahrnehmung. Nummer 2,
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was können Sie ganz praktisch machen? Der Moment ist da, ja. Kurz bevor dieser Moment, der kommt ja nicht, der springt ja nicht aus der Hecke, ist
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plötzlich da und dann platzen Sie, sondern so ein Moment bahnt sich immer an. Aus der Phase Selbstwahrnehmung werden Sie wissen, welche Kriterien gehören dazu? So. Kurz
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bevor Sie platzen würden, können Sie ganz physisch Raum zwischen Reiz und
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Reaktion bringen, indem Sie, ich sag's erst mal so ganz physisch, einen Schritt zurücktreten. Also wirklich nicht innerlich, ja, sondern bitte am liebsten äußerlich
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einen Schritt zurück, mit niemandem auffallen außer ihnen, ja. Und anstatt dass sie platzen und den Druck quasi da rauslassen, atmen sie aus. Ist
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genau dasselbe, denn bevor wir platzen, platzen ist eigentlich etwas, wenn wir das mit dem Körper tun wollen. Wenn wir anfangen wollen zu schreien, Mhm. Ist es meistens gestauter Atem, den wir aber dann an
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unkontrollierter Stelle rauslassen. So. Was ich Ihnen vorschlage, ist, Sie gehen einen Schritt zurück, das signalisiert Ihrem Körper, aha, wir machen jetzt was anderes, ja. Und
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dann atmen Sie erst mal die Luft aus, noch mal. Bleiben Sie frei von Sorge, das wird niemandem auffallen außer Ihnen, ja. Ja. Und
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indem Sie ausatmen und ausgeatmet haben, haben Sie schon einen kleinen Raum zwischen Reiz und Reaktion genommen. Das ist eine Möglichkeit. Eine andere Möglichkeit,
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das Prinzip ist immer dasselbe, wir bringen Raum zwischen Reiz und Reaktion. Das andere ist, wenn Sie können, noch idealer, ja, verlassen Sie die
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Situation, ne. Jetzt sagen Sie mir, ja Moment, aber ich steh doch mittendrin, ja. Es gibt keinen von uns, behaupte ich, der nicht das
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Gefühl kennt, egal, was wir hier grade verhandeln, ich muss jetzt auf Toilette.
Speaker 2
Ja. So,
Speaker 1
ne? Genau. Und das würde ich einfach nutzen, ja? Wenn Sie das machen können, gehen Sie aus der Situation raus, sagen Sie, ich bin sofort wieder da. Ich geh einmal
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die Ecke, so. Und dann sind Sie raus und dann machen Sie dasselbe, Sie atmen natürlich aus währenddessen, ja? Und dann kommen Sie mit neuem Atem wieder rein.
Speaker 1
Und dann gibt es etwas, das hat der Harald mir tatsächlich als Option zugeschoben, denn Harald, Du hast das
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früher auch genutzt, ganz früher, als Du noch geplatzt wärst kurz bevor. Das war Du hast, glaube ich, beschrieben, ne? Was dann Was ich
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formuliert habe, was gerade in mir vorgeht.
Speaker 1
Ja, ja, genau.
Speaker 2
Ja, ja, das war dann die Rettung, wenn ich merkte, ich krieg das jetzt nicht anders in Griff. Also, der
Speaker 2
Thomas kann sich ja zumindest mal anheften, dass seine Explosion Anteilnahme, Beteiligungen, Interesse signalisiert. Also, das Gegenüber hat mit Sicherheit
Speaker 2
erst mal, es ist gesehen worden, denn wenn ich explodiere, ist es vielleicht keine angenehme Form gesehen zu werden, aber man wird gesehen und das ist, ist schon
Speaker 2
mal was. Also, die Hessen sagen ja immer, Du bist aufrecht, ist es mir lieber egal. Das würde ich nicht empfehlen. Gleichgültigkeit ist noch viel schlimmer. Aber
Speaker 2
wenn ich jetzt werben kann für meine unkontrollierte Wertschätzung oder Anerkennung, indem ich sage, ich weiß, das ist jetzt,
Speaker 2
aber irgendwie berührt mich das oder es es macht mich wahnsinnig, weil Du bist jetzt der Zehnte, der hier reinkommt und was auch immer es ist an dieser Stelle, verstärke
Speaker 2
ich eher beim Gegenüber das Gefühl, es ist nicht gegen mich, sondern es ist unser gemeinsamer Prozess und damit hab ich mich dann oft aus der Situation rausgerettet.
Speaker 1
Und lange geübt, denn heute habe ich dich nicht Ich hab dich nicht einmal in den letzten Jahren so erlebt. Genau. Was wir aber sagen wollen an der Stelle ist, das ist die dritte
Speaker 1
dritte Option und es gibt mit Sicherheit noch 'n paar andere, finden Sie Worte für das, was grade passiert? Also es das kann sein, das ist schon 'n bisschen weiter, ja, denn
Speaker 1
wenige von uns haben geübt zu beschreiben, was gerade los ist, ohne erst mal Worte dafür zu finden, ja, und ohne in Angriff zu gehen, sondern einfach nur zu beschreiben,
Speaker 1
boah, ich merke, da staut sie gerade, das macht was mit mir, ne, so wie Du's auch gesagt hast, ja, Und ich bin kurz, davor zu platzen und das lasse ich jetzt einfach mal sein,
Speaker 1
ja, aber ich merke, das macht mich an der Stelle richtig wütend. Wütend, ja. So. Also das sind 3 Varianten, mit denen Sie sich ganz pragmatisch
Speaker 1
aus diesen Situationen in ein anderes Verhalten helfen können. Jetzt möchte ich 1 bitten, also es gibt noch viele andere Möglichkeiten, ja? Meditationspraktiken,
Speaker 1
Atempraktiken. Ich nehme mal an, wir machen ja nicht nur diesen Podcast zu emotionale Intelligenz, da gehen wir dann auch zu 'nem anderen Zeitpunkt rein.
Speaker 1
Für mich ist es wichtig, was können Sie ganz, ganz praktisch tun? Das Muster in allen 3 Varianten ist das Gleiche. Sie haben angestaute Gefühle,
Speaker 1
ja. Die Wut, die dann rausplatzt, auf was auch immer und die Aggression, das lassen Sie entweder auf 'ner körperlichen Ebene los, indem Sie ausatmen
Speaker 1
und bringen so zwischen Reiz und Reaktion einen Raum oder sie es handelt sich ja ums Gefühl, auf rationaler Ebene, indem sie Abstand zwischen Reiz
Speaker 1
und Reaktion bringen, nämlich indem sie's beschreiben, ja? Das ist rational, indem indem Sie's beobachten. Und der Mechanismus ist immer derselbe, Sie müssen's auf 'ner
Speaker 1
anderen Ebene lösen, ablösen als auf der Ebene, auf der es passiert, ne? Das ist nämlich die Gefühlsebene.
Speaker 1
Ich würde mich total freuen, probieren Sie erst eine Sache aus, ein paar Mal hintereinander, bevor Sie dann die zweite Sache nehmen. Nehmen Sie nicht gleich alle 3
Speaker 1
Sachen, ja? Denn meine Vermutung ist, es ist 'n neues Verhalten. Geben Sie ihm zumindest mal Zeit, Platz zu nehmen in Ihnen, ja. Ich würde mich total freuen, wenn Sie
Speaker 1
uns, keine Ahnung, in 'nem Monat, in 2, in 'nem halben Jahr gerne auch Rückmeldung geben, wie war's, hat's funktioniert oder diejenigen, die uns auch zugehört haben,
Speaker 1
hingehört haben und gesagt haben, och Mensch, da nehme ich mir was davon, das probiere ich mal aus. Meine Erfahrung ist, es ist hilfreich, geben Sie ihm aber eine Chance bitte,
Speaker 1
ja, und ich freue mich, wenn's irgendwie an irgendwelchen Stellen Menschen das Leben erleichtert.
Speaker 2
Mhm.
Speaker 1
Harald, wir sehen uns wieder in 2 Wochen.
Speaker 2
In 2 Wochen.
Speaker 1
Bin ganz gespannt, wen, was und welches Thema Du mir mitbringst. Ich freue mich auf dich, freue mich auf alle, die hingehört haben, zugeschaut haben,
Speaker 1
entweder hier Auf welchem Kanal auch immer. Wir sehen uns in 2 Wochen, ich mach's nicht mehr länger. Bis dann.




